
REQIEM für einen Eisbären
Unfassbares ist geschehen:
Knut, den wir alle so liebten, musste gehen.
Zuerst hatte im Zoo Berlin
ein Pfleger ein Eisbärbaby gerettet,
gab ihm den Namen Knut,
hat in gepflegt, gefüttert, gebettet,
von Thomas Dörflein, "Mutter" des Bären
durfte Knut in nur zwei Jahren
innige Menschenliebe erfahren.
Doch das hat ihn geprägt:
Knut hat unzählige Menschenherzen bewegt.
Knut gab uns Gemeinsamkeit,
gab uns Freude, Fröhlickeit.
Zu sehen, den Kleinen wachsen,
lachen über seine Faxen,
sich freu'n an seinem Größerwerden,
wir, von überall auf Erden
empfanden Liebe für Eisbär Knut.
"Knut tut gut!"
So hieß es bald.
Wahr ist's. Knut ließ keinen kalt.
Knut entfachte Sympathie,
mit uns Menschen Harmonie,
schaffte frohe Atmosphäre.
Erfreut an diesem kleinen Bären
neue Freundschaften entstanden,
Menschen, die bei Knut sich fanden
vereint im Freude-Glücksgefühl.
Schönheit des Zusammenspiels!
Knut erbaute viele Brücke
zwischen Menschen weit und breit.
- Knut ist nun tot. - Trauerzeit!
Zurück bleibt ein unfüllbare Lücke.
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So viel Erinnerung wird bleiben,
und vielleicht, irgendwann die Trauer uns vertreiben
Rut Maraun an Knuts Todestag 19. März 2011, Berlin
Skizze nach Fotokalender von Doris Webb, Berlin